Inzwischen haben die Kraftstoffpreise selbst an freien Tankstellen Autobahn-Niveau erreicht. Nachdem Kraftstoffe inflationsbereinigt zwei Jahre lang sogar günstiger als vor dem Wirtschaftskrieg mit der russischen Föderation waren, sind die Preise für Super-Benzin und Diesel in schwindelerregende Höhen gestiegen, die man zuletzt im Frühjahr 2022 beobachten konnte.
Wie kam es dazu?
Der westliche US-Imperialismus unter Donald Trump und Schoßhund Israel (deutsche Staatsräson) haben den Iran in einem angeblichen Präventivschlag angegriffen, woraufhin der Iran eine wichtige Handelsroute für Roh-Öl geschlossen hat. Nachdem die Preise von Diesel und E10 schon seit der Erhöhung der CO²-Abgabe seit Januar sich schon bis um teilweise 2 Euro-Cent angenähert haben, sind infolge der kriegerischen Auseinandersetzung im mittleren Osten die Preise für Kraftstoff angestiegen.
Berechtigter Anstieg?
Das Kuriose dabei: Der Rohöl-Preis blieb bis gestern quasi unverändert und wir werden vor allem noch für alten, günstiger produzierten Kraftstoff abkassiert. Besonders auffällig war zunächst schon am ersten Tag, dass beispielsweise alle Shell Tankstellen in Südbayern einheitlich auf 1,999€ (Super E5) gleichgeschaltet ihren Kraftstoff mit über 20 Cent höherem Gewinn verkauft haben, während freie Tankstellen zunächst noch Preise zwischen 1,689€ und und 1,779€ beibehielten. Zu beachten bleibt außerdem, dass Diesel und Heizöl in der Winter-Saison eine hohe Nachfrage erfahren und wir in Deutschland circa ein Drittel unseres Diesels importieren, während wir unseren Benzinbedarf komplett selber raffinieren
Wie geht es weiter?
In sozialen Medien und der Gegenöffentlichkeit wurde unter Anmerken der 50-prozentigen Steuerlast gefordert, die CO²-Abgabe, die Energiesteuer u.w. Abgaben zu senken, um den Bürger zu entlasten, Kritiker der politisch linken Seiten forderten natürlich absurde Übergewinn-Steuern für Krisen-Profiteure oder enge staatliche Kontrolle über die Mineralölkonzerne. Wiederum andere forderten zu einem Generalstreik auf, in dessen Folge jeder sein Auto stehen lässt und unter diesen Verhältnissen nicht mehr tanken ginge, um Druck auf unser "bestes Deutschland aller Zeiten" und Ölkonzerne auszuüben. Ob diese Strategien fruchten werden und wie sich unsere Mobilität verändern wird, bleibt offen. (sg)
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